DEPONIE SCHORNDORF WIRD ZUM STROMLIEFERANTEN

Die AWRM startet mit dem Bau einer Photovoltaik-Anlage mit Batteriespeicher auf der Fläche der ehemaligen Deponie Schorndorf. Sie wird künftig Strom für die Rems-Murr-Kliniken liefern – ein Zukunftsprojekt, das aus einem nicht mehr anderweitig nutzbaren Deponiegelände eine moderne Energiequelle macht – aus Alt mach Zukunft.

Das Projekt

Die Abfallwirtschaft Rems-Murr AöR (AWRM) startet auf der stillgelegten Deponie in Schorndorf ein weiteres Projekt, um die Klimaneutralität der kreiseigenen Gebäude bis 2030 zu erreichen: Die neue Freiflächen-Photovoltaikanlage wird jährlich rund 2.500 Megawattstunden sauberen Strom erzeugen – genug, um den Jahres-verbrauch von etwa 700 Haushalten zu decken. Der hier erzeugte Strom wird an die Rems-Murr-Kliniken vermarktet. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2026 geplant.

Klimaschutz konkret: CO₂-Einsparungen und stabile Energiepreise

Jährlich werden durch die Anlage rund 800 Tonnen CO₂ eingespart. Durch den Einsatz von Batteriespeichern kann der Strom in Zeiten eines hohen Solarertrags gespeichert und am Abend verbraucht werden. Durch die Zusammenarbeit der AWRM und der Rems-Murr-Kliniken, kann damit der Anteil des eigens im Kreiskonzern erzeugten Stroms am Stromverbrauch der Kliniken auf rund 41 % gesteigert werden.

„Mit der Photovoltaik-Anlage auf der stillgelegten Deponie Schorndorf wird eine zuverlässige, bezahlbare Energieversorgung ausgebaut. Diese Lösung sichert nicht nur dauerhaft die Energieversorgung unserer Gesundheitseinrichtungen, son-dern ermöglicht Kosteneinsparungen – gerade in Zeiten der Haushaltskonsolidierung ein wichtiger Beitrag zur Entlastung des Kreishaushalts“, so Landrat Dr. Richard Sigel.

„Trotz der nordexponierten Lage, erreichen wir mit der Ost-West-Ausrichtung der Module rund 75 % der Leistung einer optimal nach Süden ausgerichteten PV-Anlage.“, erklärt AWRM Technik Vorstand Dr. Lutz Bühle. „Gerade in unserem Ballungsraum um Stuttgart, wo Flächen knapp sind, brauchen wir eine effektive Nutzung vorhandener Flächen und bedarfsgerechte Lösungen. Der zusätzlich geplante Batteriespeicher wird es ermöglichen, den Strom genau dann bereitzustellen, wenn er tatsächlich gebraucht wird. Er entlastet damit auch das Netz, da der Strom zur solaren Hochertragszeit am Mittag zunächst nicht eingespeist wird und stattdessen am Abend, wenn keine Sonne scheint, an den Nutzer abgegeben wird.“

Konsequente Energiestrategie: Aus Alt mach Zukunft

Mit dem Projekt verfolgt die AWRM ihre Strategie, stillgelegte Deponien für die Erzeugung von Solarstrom zu nutzen. Nach der erfolgreichen Inbetriebnahme der Anlage auf der Deponie Kaisersbach im Frühjahr 2025 sind bereits weitere Standorte in Winnenden und Backnang in Planung. Die Nutzung ehemaliger Deponien bietet eine kluge Win-Win-Lösung: keine Konkurrenz zur Landwirtschaft, regionale Stromproduktion und ein aktiver Beitrag zur CO₂-Reduktion im Rems-Murr-Kreis. Die Inbetriebnahme der Anlage in Schorndorf ist für Ende 2026 vorgesehen. Die Investitionskosten belaufen sich auf rund 3 Millionen Euro, wovon etwa 20 Prozent durch das Land Baden-Württemberg über den Kommunalen Investitionsfonds (KIF) gefördert werden. 

Persönlicher Dialog: Informationen für Bürgerinnen und Bürger

Die AWRM bietet persönliche Einblicke vor Ort: Im Laufe des Jahres 2026 lädt ein Baustellentag dazu ein. Unter dem Motto „Informieren. Fragen. Erleben“ können Interessierte die Anlage kennenzulernen, Eindrücke sammeln und Fragen direkt auf Augenhöhe mit den Projektverantwortlichen besprechen.

Wer auf dem Laufenden bleiben will, kann sich unter www.awrm.de/baustellentag per Mail informieren lassen. Weitere Details zu Terminen und Angeboten werden auch rechtzeitig auf der Website veröffentlicht.  

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